Grunge

Grunge ist ein Untergenre des Alternative Rocks. Grunge wurde in den 80er-Jahren in den USA, vor allem Seattle, gegründet. Inspiriert wurde diese Musikrichtung vom Hardcore-Punk, Heavy Metall und Indie-Rock. Der Stil zeichnet sich vor allem durch „schmuddelige“ Sounds aus: verzerrte Gitarrenklänge, dominantes Schlagzeug und/oder angsterfüllte und apathische Texte. Im Gegensatz zum Punk ist beim Grunge das Tempo langsamer und die Instrumentalbegleitung komplexer. Grunge-Bands waren dafür bekannt, dass sie die Kommerzialisierung von Musik durch die großen Labels ablehnten.

Etwa zehn Jahre nach der Geburt dieser Musikrichtung feierte sie auch schon kommerzielle Erfolge. Der Hauptgrund für die steigende Popularität war der Song „Nevermind“ von Nirvana. Der Alternative Rock kam langsam im Mainsteam an. Grunge wurde zur beliebtesten Form des Hard-Rocks. Viele Grunge-Bands waren unzufrieden mit dieser neuen Stellung, Musik für die Massen zu machen. Gegen Ende der 90er-Jahre verschwanden die meisten Grunge-Bands aus dem Fokus, sie lösten sich auf oder verloren an Popularität. Der Einfluss des Grunge ist aber geblieben und sogar noch in der modernen Rockmusik zu finden.

Die Liedtexte befassen sich oft mit beklemmenden Themen: soziale Isolation, Apathie, Gefangenschaft und ein Streben nach Freiheit. Thematisch dreht sich der Grunge oft um Wurt, Angst und Depressionen; um Drogenabhängigkeit und Alkoholkonsum.

Viele Grunge-Musiker begannen ihre Karriere als Teenager, also in einer Lebensphase, in der Angstgefühl und Unsicherheit eine große Rolle spielen und soziale Vorurteile und Ungerechtigkeit zum ersten Mal richtig erkannt werden.

Angst, Drogen und eine ablehnende Gesellschaftshaltung sind aber nicht allen Grung-Songs zuzuschreiben. Ein berühmtes Gegenbeispiel ist „In Bloom“ von Nirvana. Ein satirischer Song voller Humor über amerikanische Kleinstädter und Personen, die nichts verstehen, aber gleichzeitig ihre Meinung am lautesten kundtun.

Hevay-Metal-Konzerte zu der Zeit waren oft teuer in der Umsetzung und hatten viele Show-Effekte wie Pyrotechnik und komplexe Lichteffekte. Grunge-Bands vermieden alle visuellen Effekte, die nichts mit der Musik zu tun haben. Ihre physische Präsenz auf der Bühne und die Instrumente waren alles, was sie an „visuellen Effekten“ brauchten. Die Auftritte waren dann aber umso lebendiger und hatten ein hohes Maß an Interaktivität. Fans und Musiker nahmen gleichermaßen am Stage Diving, Crowdsurfing, Headbangen, Pogo und am Moshpit (kreisförmig tanzende Menschentraube, meist vor der Bühne) teil. Ungekünstelt wie die Bühnenauftritte war auch die Bekleidung der Grunge-Bands: Beliebt waren Second-Hand-Artikel und lokale Outdoor-Bekleidung wie Flanellhemden.

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