Jimi Hendrix

Jimi Hendrix zählt zu den berühmtesten und einflussreichsten Gitarristen der Welt. Sein experimenteller Klang trug stark zu der Entwicklung der Rockmusik, so wie wir sie kennen, bei.

Jimi Hendrix wurde als Johnny Allen Hendrix im Jahr 1942 im amerikanischen Seattle geboren. Seine Eltern, ein Afro-Amerikaner und eine Irin mit indianischen Wurzeln, trennten sich, als er acht Jahre alt war. Seine Mutter, die bei seiner Geburt erst siebzehn Jahre alt war, war mit ihren Söhnen oft überfordert. Jimis Kindheit war deswegen nicht einfach, mit seinem jüngeren Bruder wuchs er teilweise bei der Familie seiner Mutter auf.

Die Musik wurde für Hendrix zu einem Zufluchtsort. Er war von Blues und Rock and Roll inspiriert. Mit der Unterstützung seines Vaters lernte er Gitarre spielen.

Wie auch sein Vater zuvor trat Hendrix 1961 in der US-amerikanischen Armee bei. Er ließ sich zum Fallschirmjäger ausbilden und fand während seiner Ausbildung auch noch Zeit für Musik. Er gründete die Band King Kasuals. Nur ein Jahr später wurde er ehrenhaft aus der Armee entlassen, da er sich bei einem Fallschirmsprung verletzt hatte.

Nach dem Militär arbeitete Jimi unter dem Namen Jimi James als Musiker. Er arbeitete als Backup für Künstler wie Sam Cooke, Little Richard, B.B. King und die Isley Brothers. 1965 gründete er eine eigene Band, die Jimmi James and the Blue Flames und spielte in und um Greenwich Village in New York.

1966 lernte Hendrix Chas Chandler kennen,einen britischen Bassisten der Rockband The Animals. Chandler wurde sein Manager und überzeugte Hendrix nach London zu gehen.

Während seiner Zeit in Großbritannien wuchs seine Fangemeinde. Künstler wie die Beatles, die Rolling Stones, The Who und Eric Clapton zählten zu seinen Fans. Zu dieser Zeit schrieb ein Musikmagazin, Hendrix habe eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz und es sehe manchmal so aus, als spiele er „ohne Hände“.

Seine 1967 veröffentlichte erste Single „Hey Joe“ wurde sofort zum großen Erfolg. Weitere Hits wie „Purple Haze“ und „The Wind Cries Mary“ folgten.

Sein Talent an der Gitarre und sein innovativer Sound begeisterten auch bald das amerikanische Publikum. 1967 trat er bei dem Monterey International Pop Festival auf. Dieser Auftritt feierte Musikgeschichte, denn am Ende des Auftritts setzte Hendrix seine Gitarre in Brand.

Im selben Jahr erschien sein zweites und erfolgreiches Album „Bold as Love“. Im Folgejahr erschien sein letztes Album, das mit dem von Bob Dylan geschriebenen Hit „All Along the Watchflower“ erschien.

1969 hatte er einen legendären Auftritt auf dem Woodstock Festival.

Ein Jahr später verstarb er im Alter von nur 27 Jahren.

Mick Jagger

Mick Jagger wurde als Leadsänger der Rolling Stones weltberühmt. Seine mutigen Songs und seine Bühnenpräsenz machten ihn zu einer Rocklegende.

Mick Jagger wurde als Michael Phillip Jagger im Jahr 1943 im englischen Dartford geboren. Der Sohn eines Lehrers war ein guter und beliebter Schüler. Schon früh entwickelte er ein Interesse für den amerikanischen Blues und R&B. Die erste Gitarre gab es mit vierzehn. Zusammen mit seinem Freund Dick Taylor sammelte er Platten von Muddy Waters und Howlinˋ Wolf und gründete die Band Little Boy Blue and the Blue Boys. Mit siebzehn begann er an der London School of Economics zu studieren, lebte aber weiterhin bei seinen Eltern zu Hause und pendelte in die Stadt.

Seine Band gewann ein neues Mitglied: den ebenfalls aus Dartford stammenden Gitarristen Keith Richards.

Jagger und Richards verbrachten gemeinsam viel Zeit in der Blues-Szene in London. Im Ealing Club sahen sie die Band Blues Incorporated spielen und waren vom Gitarristen Brian Jones begeistert. Er wurde Teil ihrer Band, wenn auch zuerst nur als Gast-Gitarrist. Neben Taylor war auch der Pianist Ian Stewart ein frühes Mitglied der Band, die erst später zu den Rolling Stones wurde. 1963 kam Charlie Watts als weiter Mitglied hinzu, Taylor wurde von Bill Wyman ersetzt. Stewart bliebt in der Band, bewegte sich aber mehr im Hintergrund als Konzert-Manager und spielte bei den Studio-Aufnahmen mit. Die Rolling Stones wurden von ihrem Manager Andrew Loog Oldham als der typische Rocker-Typ vermarktet: Wild, frei und rebellisch. Dieses wilde Auftreten verhalf ihnen dazu, beim Label Decca Records unter Vertrag zu kommen.

Jagger spielte für den wachsenden Erfolg der Band eine große Rolle. Seine Bühnenperformance und sein Sexappeal zogen zahlreiche Fans an.

Die Rolling Stones nahmen zuerst nur Coverversionen unterschiedlicher Songs auf. Nach und nach entwickelten sich aber Jagger und Richards zu eigenständigen Songwritern. 1964 gelang den Rolling Stones erstmals ein Chart-Erfolg in Großritannien, allerdings noch mit einer Coverversion: „Itˋs All Over Now“ von Bobby Womacks. Im selben Jahr veröffentlichten sie ihr erstes Album und machten eine Tour durch die USA, bei der sie mit dem Song „That Girl Belongs to Yesterday“ ihren ersten amerikanischen Hit-Erfolg feierten. Kurze Zeit später folgten die ganz großen Erfolge wie „(I Canˋt Get No) Satisfaction“ und „Paint it Black“.

Auf den großen Erfolg folgten die negativen Schlagzeilen. 1967 wurde Jagger mit seiner Freundin, der Sängerin Marianne Faithful, verhaftet. Bei einer Razzia fand die Polizei in Richards Landhaus Drogen und weitere illegale Substanzen. Jagger und Richards wurden vor Gericht gestellt, die Anklage wurde aber in der Berufung fallengelassen. Was auch nicht verwundert, da der Typus des wilden Rockers gerade von solchen Exzessen und dem Klischee des zertrümmerten Hotelzimmers bekräftigt wurde.

Trotz des Images eines harten Rockers engagierten sich die Rolling Stones in zahlreichen sozialen und wohltätigen Projekten wie der Make-a-Wish Foundation für todkranke Kinder.

Bruce Springsteen

Bruce Springsteen zählt zu den erfolgreichsten Rockmusikern: Er verkaufte über 65 Millionen Alben allein in den USA. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen befinden sich zwanzig Grammys. 2016 wurde er von Barack Obama mit der Presidential Medal of Freedom geehrt. Seine Lieder handeln oft von seinen Wurzeln im amerikanischen Springsteen und der Arbeiterklasse von New Jersey.

Bruce Springsteen wurde 1949 in New Jersey in überschaubaren Verhältnissen geboren: Sein Vater war Gelegenheitsarbeiter, oft ohne festes Einkommen, seine Mutter Sekretärin. Das Verhältnis zu seinem Vater war schwierig. Springsteen sagte aus, es habe zwei Dinge gegeben, die bei seinem Vater unbeliebt waren: Er selbst und seine Gitarre.

Trotzdem war er in späteren Jahren seinem Vater dankbar. Die Konflikte und auch das Leben in der Arbeiterklasse haben seine Kunst beeinflusst und ihm erst einen Grund und ein Thema gegeben, sich musikalisch auszuleben. Im Gegensatz zu anderen Rockmusikern, die ihre schwierige Kindheit musikalisch in düsteren und dissonanten Klängen verarbeiten, zählt Bruce Springsteen zum Adult Oriented Rock: Eine Musik, die sich nicht mehr mit den Ängsten und Zweifeln des Heranwachsens plagt.

Seine Songs sind besonnener und positiver. Den Problemen der Welt wird mit einer selbstbewussteren Haltung begegnet. Auch Regierung und Traditionen werden in der Musik nicht mehr so stark verpönt. Für Springsteen spielte seine Heimat eine große Rolle, sein Song „Born in the USA“ brachte ihm ein riesiges mediales Interesse und einen großen kommerziellen Erfolg. Kurz danach,1985, heiratete er die Schauspielerin Julianna Phillips. Noch während der Ehe begann er eine Affaire mit der Sängerin Patti Scialfa, mit der er 1991 seine zweite Ehe einging. Gemeinsam haben sie drei Kinder.

Eric Clapton

Eric Clapton wurde im englischen Ripley geboren. Da seine Mutter bei seiner Geburt erst sechzehn Jahre alt und unverheiratet war, wurde er von seinen Großeltern wie ein Bruder seiner Mutter erzogen. Erst mit 53 Jahren fand er heraus, dass seine ältere Schwester nicht seine Schwester ist, sondern seine Mutter. Seine Kindheit verlief jedoch in ruhigen Bannen. Mit vierzehn Jahren begann er Gitarre zu spielen und ließ sich von Künstlern wie B.B. King, Buddy Guy, John Lee Hooker und Muddy Waters inspirieren.

1963 erhielt er seinen Abschluss an der Kunsthochschule und widmete sich seiner Musikkarriere, er war so gut, dass er als „God“, also Gott, betitelt wurde, da er die gesamte britische Musikszene mit seinem unglaublichen Können an der Gitarre beeindruckte.

1966 gründete er mit Jack Bruce und Ginger Baker die Band Cream. Obwohl sie ihre Wurzeln im Blues hatte, trat die Band die Fußstapfen des Rock. Die Erfolge kamen schnell: Die Single „I Feel Free“ und das Debütlabum „Fresh Cream“ kletterten schnell auf die britischen Charts hoch. Es folgten weitere Songs, Tourneen und millionenfach verkaufte Platten. Aber es gab auch Konflikte innerhalb der Band und Clapton gründet eine neue Band, die Blind Faith, die weltweit erfolgreich war, aber dennoch aufgelöst wurde.

Seit 1970 verfolgt Clapton seine Solokarriere.